Donnerstag April 24. 2014

Neue Hinrichtungen Weltweit Juli 2010

todesstrafe

29.07.2010 | Saudi-Arabien: Mann wegen Mordes enthauptet

Am Mittwoch wurde in der saudi-arabischen Stadt Tarif ein Mann mit dem Schwert geköpft.

Abdullah bin Obeid al-Thawri al-Sobaie wurde für schuldig befunden, Hazaa bin Rashed al-Thawri al-Sobaie nach einem Streit mit einer Pistole erschossen zu haben, so berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA mit Bezug auf ein Statement des Innenministeriums.

Nach Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden in diesem Jahr 17 Menschen im Golfstaat hingerichtet. 2009 wurden 67 Menschen hingerichtet, 2008 waren es 102 Menschen.

Straftaten, die mit dem Tod bestraft werden können, sind nach saudischem Recht: Vergewaltigung, Mord, Abfall vom Glauben, bewaffneter Raubüberfall und Drogenhandel. In extremen Fällen wird der Gefangene hingerichtet und danach seine Leiche öffentlich gekreuzigt.
(Quelle: Yahoo News)

29.07.2010 | Japan: Zwei Gefangene hingerichtet

Am Mittwoch wurden zwei Gefangene in Japan gehängt. Dies waren die ersten Hinrichtungen seit im September des letzten Jahres die Demokratische Partei die Regierung des Landes stellt.

Bei den Hingerichteten handelt es sich laut Auskunft des Justizministeriums um den 59-jährigen Kazuo Shinozawa, der im Jahr 2000 des Mordes an sechs weiblichen Angestellten eines Juweliers in Utsunomiya, Verwaltungsbezirk Tonchigi, für schuldig befunden wurde und um den 33-jährigen Hidenori Ogata, der im Jahr 2003 im Verwaltungsbezirk Saitama einen Mann und eine Frau getötet und zwei weitere Menschen schwer verletzt hatte.

Justizministerin Keiko Chiba sagte, sie habe den Hinrichtungen beigewohnt. “Ich war heute bei den Hinrichtungen anwesend, da ich glaube, dass es meine Pflicht ist, (den Ablauf) als die Person, die es angeordnet hat, von Anfang bis Ende zu begleiten”, sagte sie in einer Pressekonferenz. Laut Chiba was dies wahrscheinlich das erste Mal, dass ein Justizminister einer Hinrichtung beiwohnte.

Sie lehnte ab, über ihre persönliche Meinung zu den Hinrichtungen zu sprechen, drückte aber ihre Bereitschaft aus, zum einen im Justizministerium ein Gremium zu bilden, das die Todesstrafe untersuchen solle und zum anderen, es den Medien zu ermöglichen, die Hinrichtungskammer im Gefängnis von Tokyo zu besuchen.
(Quelle: Japan Today)

Anmerkungen:

Nach Aussage einer japanischen Anwältin zog Ogata seine Berufung beim Hohen Gerichtshof zurück und die Hinrichtung wurde ausgeführt, ohne dass ein höheres Gericht den Fall nochmals überprüfte.

Keiko Chiba hatte vor ihrem Amtsantritt im September 2009 bereits 20 Jahre gegen die Todesstrafe gearbeitet und war bekannt als starke Kritikerin des japanischen Systems, Hinrichtungen im Geheimen durchzuführen. Jeder Hinrichtungsbefehl in Japan muss von der Justizministerin unterzeichnet werden.

21.07.2010 | Texas: Derrick Jackson hingerichtet

Am Dienstag Abend wurde Derrick Jackson, 42, für den Doppelmord an zwei Opernsängern in Huntsville, Texas, hingerichtet.

Im September 1988 wurden die beiden 31-jährigen Freunde Forrest Henderson und Richard Alan Wrotenbery ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Auf Henderson war mehrfach eingestochen worden; Wrotenberys Kehle war durchschnitten.

Die Morde konnten mehrere Jahre nicht aufgeklärt werden. Erst im Jahr 1995 konnten Kriminaltechniker Fingerabdrücke und DNA, die in der Wohnung der Opfer gefunden wurden, Derrick Jackson zuordnen, der damals wegen eines Einbruchs im Gefängnis saß.

Jackson sprach keine letzten Worte, doch in einem noch vor Kurzem durchgeführten Interview wiederholte er, dass er an den Morden unschuldig sei.

Der Vater Wrotenberys wohnte als Zeuge der Hinrichtung bei. Er sagte, dass besonders die lange Zeit zwischen den Morden und deren Aufklärung für die Familie eine Belastung gewesen sei. Nach den Morden bekam die Familie mehrere beunruhigende Telefonanrufe und er hatte Sorge, dass auch andere Familienmitglieder Opfer eines Anschlags werden könnten.

Wrotenberys Vater sagte auch, er hätte sich gewünscht Jackson fragen zu können, warum er die Morde begangen habe.

Derrick Jacksons Vater, Charles Everline, weinte während der Hinrichtung leise. Zwei seiner Söhne, die auch der Hinrichtung beiwohnten, legten ihm tröstend die Arme auf den Rücken. Einer der Söhne sagte: “Er kann so nicht mehr leben.”

Derrick Jackson wurde um 18.20 Uhr für tot erklärt.
(Quelle: Houston Cronicle)

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